Mit Hilfe dieser Untersuchung (kurz auch EEG genannt) können ähnlich wie beim EKG durch Anlegen von 20 Elektroden auf der Kopfhaut Störungen im Bereich der Hirnrinde festgestellt werden. Dabei sitzt der Patient bequem in einem Stuhl und sollte im entspannten Zustand die Augen geschlossen halten. Währenddessen werden die Ableitungen gemacht, die später vom Arzt ausgewertet werden. Dabei werden Spannungsdifferenzen an der Kopfoberfläche über die Elektroden abgegriffen. Einer besonderen Bedeutung kommt diese Untersuchung in der Epilepsiediagnostik zu, da nur durch diese Methode eine Epilepsie sicher nachgewiesen werden kann. Aber auch bei vielen anderen Erkrankungen, wie z.B. bei hirnorganischen Veränderungen durch Demenz, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Tumore lassen sich richtungsweisende Erkenntnisse gewinnen.
Diese Untersuchung ist völlig harmlos und kann beliebig oft durchgeführt werden.
Es kann jedoch die Frisur durch das Anlegen der Elektroden, wozu man auch ein Kontaktgel benutzt, in Mitleidenschaft gezogen werden. Haarspray sollte vorher nicht verwendet werden.
Durchgeführt wird die Untersuchung vom medizinischen Assistenzpersonal.
Bestimmte Nervenbahnen werden entweder visuell, akustisch oder mit schwachen Strömen gereizt. An korrespondierenden Stellen des Gehirns werden die Reizantworten mittels Oberflächenelektroden abgegriffen und ausgewertet. Somit können Störungen der Reizleitung wie z.B. bei der Sehnerventzündung, Schädigungen des Hör- und Gleichgewichtsorgans oder Schädigungen im Bereich der Arme oder Beine beispielsweise bei Bandscheibenvorfällen frühzeitig erkannt werden.
Die Untersuchung, die ca. 10 Minuten andauert, wird ebenfalls von den medizinischen Assistenten durchgeführt, die Auswertung erfolgt wiederum durch den Arzt.
Mit Hilfe des Ultraschalls können die Gefässe, welche das Gehirn versorgen, akustisch dargestellt werden. Diese völlig harmlose Untersuchung kann schadhafte Blutgefässe erkennen, so daß eine Arteriosklerose, welche beispielsweise zum Schlaganfall führen kann, frühzeitig behandelt werden kann. Diese Methode stellt einen wesentlichen Baustein in der neurologischen Diagnostik dar, insbesondere in der prophylaktischen Schlaganfall-Diagnostik
Zur Überprüfung der Nervenleitgeschwindigkeiten werden an Armen und Beinen Nerven an 2 Stellen mit leichtem Strom gereizt und mit Oberflächenelektroden die Antwort über einem geeigneten Muskel in Form einer Muskelzuckung abgegriffen. Hierdurch kann die Geschwindigkeit errechnet werden, mit der ein Nerv arbeitet. Bei verschiedenen Erkrankungen, wie z.B. bei einem Karpaltunnelsyndrom oder einer Polyneuropathie ergeben sich typische wegweisende Untersuchungsbefunde.
Die Messung geht mit einer leichten Stromreizung einher, die vom Patienten wahrgenommen wird. Diese ist jedoch nicht gefährlich und kann bei allen Patienten ohne Einschränkung durchgeführt werden
Bei dieser Technik wird mit einer sehr dünnen Einmalnadel in den zu untersuchenden Muskel gestochen, um so etwas über die elektrische Aktivität des Muskels zu erfahren. Bei verschiedenen Erkrankungen ergeben sich unterschiedliche typische Antwortmuster. So kann mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Differenzierung zwischen einer Nervenschädigung und einer Muskelschädigung gemacht werden. Ausserdem können prognostische Aussagen nach Nervenverletzungen zum Stadium der Erkrankung gemacht werden. Diese Untersuchung darf jedoch nicht bei Patienten durchgeführt werden, welche eine Blutgerinnungsstörung haben oder die Marcumar® einnehmen müssen. Der Einstich der Nadel ist nicht ganz schmerzfrei, wird jedoch von fast allen Patienten gut toleriert.
Diese Technik wird ausschliesslich vom Arzt eingesetzt.